statutum 1357/4 (Band III , Seite 533).

Text (latein)

Item, cum propter detestabile gastrimargiae vitium in laborintum vitiorum descendatur, et in plerisque Ordinis monasteriis nonnulli monachorum super cibis et potibus minus discrete abbates proprios inquietent, adeo quod super hoc faciant congregationes et conventicula, inter se tractantes qualiter ab abbatibus suis maiora vel meliora cibaria valeant extorquere, ad ipsosque abbates accedant fronte infrenabili et indomita ac in multitudine copiosa, petentes victualia eis procaciter ampliari; ipsique abbates, visa tali multitudine, perterriti sibi metuentes, ne in eos desurgant de facto manusque in eos iniciant violentas, concedunt eis aliqua, quae cessante tali metu denegarent et deberent rationabiliter denegari. Capitulum generale, talem ausum totis conatibus cupiens refrenare, diffinit, ordinat et statuit, quatinus in nullis nostris monasteriis fiant tales convocationes nisi in communi parlamento et in audientia praesidentis, nec ad abbates in magna multitudine, sed ex ipsis eligant unum vel duos, et non plures, qui ab abbate cum reverentia quae rationabiliter fuerint supplicanda. Quod si eis repulsam iniuriam dederit, expectent adventum visitatoris, qui ad eorum insinuationem de eorum petitionibus rationabiliter habeat ordinare. Qui vero tam salutiferi statuti transgressor inventus fuerit, poenis conspiratorum subiaaceat auctoritate Capituli generalis.

Text (deutsch)

Ferner: Weil man durch das verabscheuungswürdige Laster der Gefräßigkeit in das Labyrinth der Laster hinabsteigt und in vielen Klöstern des Ordens einige Mönche ihre Äbte in Bezug auf Speisen und Getränke wenig maßvoll beunruhigen, so sehr, dass sie darüber Versammlungen und heimliche Treffen abhalten, miteinander beratend, wie sie von ihren Äbten größere oder bessere Speisen erzwingen könnten, und weil sie mit zügelloser und ungebändigter Stirn und in großer Zahl zu den Äbten gehen und frech verlangen, dass ihnen die Nahrungsmittel vermehrt werden, und die Äbte, angesichts einer solchen Menge erschrocken und um sich fürchtend, dass sie gegen sie aufstehen und Hand an sie legen könnten, ihnen manches gewähren, was sie ohne solchen Schrecken verweigert hätten und vernünftigerweise verweigern müssten – bestimmt, ordnet und setzt das Generalkapitel, das einen solchen Übermut mit aller Kraft eindämmen will, fest, dass in keinem unserer Klöster solche Versammlungen stattfinden dürfen, außer im allgemeinen Kapitel (parlamentum) und in Gegenwart des Vorsitzenden, und dass man nicht in großer Menge zu den Äbten gehen soll, sondern aus ihnen ein oder zwei, nicht mehr, ausgewählt werden, die mit der gebührenden Ehrfurcht das erbitten, was vernünftigerweise zu erbitten ist. Wenn ihnen eine abschlägige Antwort als Unrecht erscheint, sollen sie die Ankunft des Visitators abwarten, der auf ihre Anzeige hin über ihre Bitten vernünftig zu entscheiden hat. Wer aber als Übertreter eines so heilsamen Statuts befunden wird, soll nach der Autorität des Generalkapitels den Strafen der Verschwörer unterworfen sein.