Item, cum sit periculum, imo ridiculum, satis grave, ordo que praeposterus et perversus, a membris regulari, abusum intolerabilem in aliquibus monasteriis Ordinis, ut ad Capitulum est delatum, quod certi numeri consiliari monachi a conventibus eligantur, quorum consilio abbates fere in omnibus regulentur in scriptis certis statutis et ordinationibus assignatis, quae abbates seu sui debeant observare et non discedere sine ipsorum beneplacito ab eisdem extorto, etiam de servando ad sancta Dei evangelia iuramento, reprobans et abhorrens merito, Capitulum generale prohibet districtius, quantum potest, deinceps talia attentari vel attentata ulterius observari, sex iuxta abbatum arbitrium et patrum abbatum, si opus fuerit, consilium monasterii negotia disponantur, requisito tamen, in quo fuerit requirendum et audito consilio suorum conventuum saniorum. Qui vero aliter abbates proprios praesumpserint temerarie coarctare, tamquam conspiratores per omnia puniantur. Conventus vero si secus voluerit abbatem suum unanimiter compellere quovis modo, tamdiu subiaceat interdicto, quousque errorem suum recognoscens humiliter et desistens, ab ipso mereatur relaxationem et gratiam obtinere.
Text (deutsch)
Ferner: Da es eine Gefahr ist, ja vielmehr ein recht schweres Ärgernis, ein verkehrter und verdrehter Zustand, ein von regulären Mitgliedern ausgehender Missbrauch, der in einigen Klöstern des Ordens – wie dem Kapitel berichtet wurde – unerträglich ist: nämlich dass eine bestimmte Zahl von Ratsmönchen vom Konvent gewählt wird, nach deren Rat die Äbte in fast allem gelenkt werden, durch bestimmte schriftlich festgelegte Statuten und Anordnungen, die die Äbte oder ihre Leute zu beachten hätten und von denen sie ohne deren Wohlgefallen nicht abweichen dürften, ihnen dieses Wohlgefallen sogar durch einen Eid auf die heiligen Evangelien abgenötigt; diesen Missbrauch verwirft und verabscheut das Generalkapitel mit Recht und verbietet so streng wie möglich, dass dergleichen künftig versucht oder bereits Versuchtes weiter beachtet werde. Vielmehr sollen die Angelegenheiten des Klosters durch sechs (Personen), nach dem Ermessen der Äbte und, falls nötig, nach dem Rat der Vateräbte geordnet werden, jedoch so, dass dort, wo es erforderlich ist, der Rat des gesünderen Teils des Konvents eingeholt und gehört wird. Wer aber künftig wagen sollte, seine eigenen Äbte auf andere Weise unbesonnen einzuengen, soll als Verschwörer in jeder Hinsicht bestraft werden. Wenn aber ein Konvent seinen Abt auf irgendeine Weise einmütig zu etwas zwingen will, soll er so lange dem Interdikt unterliegen, bis er seinen Irrtum erkennt, demütig davon ablässt und vom Abt die Lösung und Gnade zu erhalten verdient.